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Denkwege
Philosophische Projekttage mit Schulen
"Philosophieren ist, wenn man trotzdem denkt"      Odo Marquard 
 
Philosophieren ist eine Kulturtechnik und ebenso nötig wie Lesen, Rechnen, Schreiben.

Philosophieren übt im eigenständigen Denken und im Gespräch. Es verlangt, Annahmen zu prüfen, Argumente zu formulieren und Begründungen zu finden. Dazu bedarf es der Geduld, der Besinnung und der Muße für sich und andere.

Beim Philosophieren geht es um Fragen wie:
  • Was kann ich wissen?
  • Was darf ich hoffen? 
  • Was soll ich tun? 
  • Was ist der Mensch?

Philosophieren hilft bei der Orientierung in einer sich wandelnden Welt. Es befähigt, mit der Fülle des Wissens umzugehen und im Umgang mit Medien Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden. Es macht geistig beweglicher.

Philosophieren verlangt Mut im Erkennen von Widersprüchen und dazu, für das eigene Denken Verantwortung zu übernehmen. Zugleich erfordert es Verständnis für andere und Fairness.

Philosophieren fördert die persönliche Entwicklung. Und immer geht es auch um die Frage, wie ich mit anderen leben soll.


   
Für wen sind die Projekttage?
Die Denkwege werden durch das Thüringer Kultusministerium unterstützt und gefördert. Zwischen der Akademie und dem Kultusministerium wurde dazu im Mai 2007 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Unser Angebot richtet sich an Schüler und Schülerinnen in Gymnasien und Regelschulen ab Klasse 9.

Wir bieten unsere Seminare vorzugsweise als Mehrtages- bzw. Wochenseminare an, die wir außerhalb der Schule durchführen.

Die Projekttage organisieren wir in enger Zusammenarbeit mit den Fachlehrern und -lehrerinnen. Themen können Sie von unserer Themenliste (siehe unten) wählen oder frei mit uns vereinbaren. Auf Ihre Vorschläge und Wünsche gehen wir gerne ein.

Wir bieten philosophische und pädagogische Erfahrungen sowie Beratung bei Finanzierung und Organisation. Die Seminarplanung erfolgt mittelfristig. Bitte wenden Sie sich rechtzeitig an uns.
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Eine Auswahl unserer Themen
 
  1. "Leben willst Du? Kannst Du das denn?" (Seneca)
    Vom guten und vom schönen Leben.
    Philosophische Lebenskunst und Lebenskönnerschaft in der antiken und modernen Diskussion

  2. Entscheidungen für die Zukunft
    Wünschen - Wollen - Wählen

  3. Politisches Philosophieren - Macht und Gewalt
    Staatsphilosophien und politischen Grundströmungen

  4. Der Mensch in der Revolte (Camus)
    Vom Sinn des Widerstandes
    Gehorsam und Freiheit, Gerechtigkeit und Verteidigung der menschlichen Würde

  5. Ein Ort nirgends?
    Vom Glück des Menschengeschlechts
    Schwarze und weiße Utopien in Vergangenheit und Gegenwart.

  6. "Die Liebe ist das Flügelpaar der Seele" (Michelangelo)
    Liebe, Geschlecht, Sprache, Herrschaft
    Philosophisches zum Geschlechterthema

  7. Vom Umgang mit Wahrheit, Irrtum und Lüge
    Denken - Sprache - Medien - Wirklichkeit

  8. Philosophieren mit Literatur
    "Der kleine Prinz" und "Die Stadt in der Wüste" von Antoine de Saint Exupery,
    "Puh der Bär" von A.A. Milne,
    "Siddharta von Hermann Hesse,
    "Faust" von J.W. Goethe,
    "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
    u.a.

  9. "Bedenke dass Du sterblich bist" (Platon)
    Grenzerfahrungen des Menschen
    Zeit und Ewigkeit, Verlust und Abschied, Suizid, Krankheit, Trauer, Schmerz und Tod

  10. "Das Böse oder das Drama der Freiheit" (Safranski)
    Gott und Teufel, Versuchung, Verführung, Übel und Leid

  11. Was ist Religion?
    Gott und das Absolute, Transzendenz, Mystik und Spiritualität

  12. Stolz, Demut, Würde(losigkeit)
    Menschenbilder in Geschichte und Gegenwart
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Das Projekt-Team
Dorothea Höck
Theologin, Pfarrerin und Jugendbildungsreferentin, Erfurt

Carsten Passin
Schlosser, Philosoph, Pädagoge und Betzavta-Trainer, Gniest b. Wittenberg
http://www.philoPAGE.de

Jürgen Reifarth
Fahrzeugschlosser, Dipl.-Theologe, Dipl.-Journalist und Jugendbildungsreferent, Erfurt

Stefan Kratsch
Soziologe und freier Jugendbildungsreferent, Erfurt

Toralf Milde
Zimmermann und Politikwissenschaftler, Weimar

Albrecht Hempel
Wirtschaftsingenieuer und freier Referent, Bergwitz
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Akademie-Veranstaltungen zum Thema
Lebenskunst - Lebenskönnerschaft
Denkwege. Philosophische Projekttage mit Jugendlichen
Hier geht es um Dein Leben. Du willst Deinen eigenen Weg finden? Das erfordert Mut zu sich selbst. Worauf kommt es Dir wirklich an? Was ist Dein roter Faden? Was heißt es, Autor des eigenen Lebens zu sein, statt nur den Erwartungen anderer zu folgen? Die Philosophie fragt nicht: Was willst Du später einmal haben, sondern: Wer willst Du sein? Entscheidungen zu fällen ist nicht leicht, gerade angesichts der vielen Möglichkeiten. Neben Wünschen und Träumen gibt es Befürchtungen: Wie finde ich, was mir wichtig ist? Schaffe ich das denn? Was ist, wenn ich mich „verlaufe“ oder scheitere? Wo finde ich Unterstützung? Wir möchten Dich einladen, mit uns über diese Fragen tiefer nachzudenken.
Datum: 09. August bis 13. August 2010
Tagungsleitung: Dorothea Höck
„Was kann ich wissen?“
Denkwege. Philosophische Projekttage für Jugendliche zur Erkenntnistheorie
„Was kann ich sicher wissen und erkennen? Wo sind mir Grenzen gesetzt?“ ist eine der Grundfragen des Philosophierens. „Was darf ich wissen?“ berührt ethische Fragen, z. B. zu den Grenzen der modernen Wissenschaft. Dem Glauben an die Grenzenlosigkeit menschlicher Erkenntnis-Fähigkeiten setzt z. B. Albert Camus entgegen: Mein Wissen endet damit, dass ich mein Herz fühlen und die Welt berühren kann. Alles andere ist Konstruktion. – Wir befassen uns mit unterschiedlichen Gedanken zur Erkenntnistheorie und sprechen darüber.
Datum: 10. August bis 14. August 2009
Tagungsleitung: Dorothea Höck
In Beziehung leben
Denkwege. Philosophische Projekttage für Jugendliche
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“, mahnt der Fuchs den kleinen Prinzen im gleichnamigen Buch von Saint-Exupéry. Aber stimmt das? Das allein lieferte Gesprächsstoff für ein ganzes Seminar. Dazu soll es noch um Liebe, Eros, Freundschaft, Blues & Trouble in Beziehungen gehen – wir philosophieren mit Jugendlichen über die Themen, die sie am meisten bewegen.
Datum: 15. Juni bis 17. Juni 2009
Tagungsleitung: Dorothea Höck
„Leben willst Du. Kannst Du das denn?“
Denkwege. Projekttage mit Jugendlichen
Keinem kann verbindlich und gewiss gesagt werden: So musst Du leben, damit Dein Leben gelingt, damit Du ein Leben in Deinem eigenen Maß führst, ein gutes Leben, ein Leben mit Freude und Glück.
Jugendliche stehen am Beginn eines selbst gestalteten Weges. Sie haben Vorstellungen und Träume, aber auch Ängste: Kann ich denn das? Sind meine Entscheidungen richtig? Bringe ich mit, was ich brauche? Und: Wo hole ich mir Unterstützung?
Wir nehmen uns eine Woche Zeit, ganz persönlich, aber unter Zuhilfenahme philosophischer Weisheit über diese Fragen nachzudenken und dabei ein Stück auf dem eigenen Lebensweg weiterzukommen.
Datum: 09. Februar bis 13. Februar 2009
Tagungsleitung: Dorothea Höck
Erkenne Dich selbst
Eine Reise zu den Ursprüngen der europäischen Philosophie in Griechenland
"Erkenne Dich selbst" – dieser berühmte Spruch am Eingang des Apollo-Tempels in Delphi verweist auf Beginn und Ende der Selbstwerdung von Menschen. Die griechische Philosophie war solch ein Beginn für unsere abendländische Kultur insgesamt. Wir begegnen auf dieser Reise nach Griechenland vor Ort ihren wichtigsten Ideen u.a. in Athen, in Delphi und Korinth und werden sehen, dass Philosophie auch der Bewältigung praktischen Lebens und der Sorge um sich diente. Neben der Einführung in die antike Philosophie wird auch Gelegenheit sein, wichtige Momente der griechischen Mythologie und Kunst kennen zu lernen.
"Das Licht in Griechenland ist voller Geist; solches Licht half den Menschen, klar zu sehen, Ordnung in das Chaos zu bringen, es zum Kosmos zu gestalten. Und Kosmos, Welt, heißt Harmonie." (Nikos Kazantzakis)
Datum: 13. September bis 22. September 2008
Tagungsleitung: Dorothea Höck
  Programm 
In Beziehung leben
Ein Philosophie-Projekt mit dem Staatlichen Berufsschulzentrum Ilmenau
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“, mahnt der Fuchs den kleinen Prinzen im gleichnamigen Buch von Saint-Exupéry. Aber stimmt das? Das allein lieferte Gesprächsstoff für ein ganzes Seminar. Dazu soll es noch um Liebe, Eros, Freundschaft, Blues & Trouble in Beziehungen gehen – wir philosophieren mit Jugendlichen über die Themen, die sie am meisten bewegen.
Datum: 30. Juni bis 02. Juli 2008
Tagungsleitung: Jürgen Reifarth
Die Sorge um sich
Wege zur Lebenskönnerschaft
Ein gutes Leben im Einverständnis mit sich zu führen ist eine schöne, doch keineswegs leichte Aufgabe. Sich selbst erkennen und Lebensziele zu entwerfen ist das eine – losgehen, gekonnt weitergehen und auf dem als richtig erkannten Weg bleiben etwas ganz anderes. Wie jedes Können bedarf auch die Kunst des Lebens Verstand und Willen, Einsicht und Übung. Wir diskutieren im Seminar Grundfragen einer Philosophie der Lebenskönnerschaft und zeigen praktische Übungswege, wie sie bis heute beispielgebend und aktuell von antiken griechischen Philosophen entwickelt wurden. Zwischendurch werfen wir einige kritische Blicke auf die allgegenwärtige Lebensratgeberliteratur. Das Seminar ist eine Einführung und setzt kein fachliches Vorwissen voraus.

Datum: 27. Juni bis 29. Juni 2008
Tagungsleitung: Dorothea Höck
  Programm 
„Also sprach Zarathustra“
... das Buch für alle und keinen: ein "fünftes Evangelium"
Nietzsche bezeichnete sein zweifellos vollkommenstes Buch – dieses Doppelgestirn aus Philosophie und Dichtung – einmal als „ein fünftes ‚Evangelium‘ oder irgend etwas, für das es noch keinen Namen gibt”, als „bei weitem das ernsteste” und zugleich „heiterste” seiner Werke. Der Philosoph Dr. Gerd B. Achenbach wird mit uns einige Kapitel dieses Buches lesen. Außerdem besuchen wir den Tautenburger Forst bei Jena, von dem die Russin Lou Andrea s-Salomeé rückblickend auf ihre gemeinsame Zeit mit Nietzsche berichtet: „Wir haben stets die Gemsenstiege gewählt, und wenn uns jemand zugehört hätte, er würde geglaubt haben, zwei Teufel unterhielten sich.“
Datum: 30. April bis 03. Mai 2008
Tagungsleitung: Dorothea Höck
  Programm 
Vom Zorn
Ein Wochenende zu „Zorn und Zeit“ von Peter Sloterdijk
„Den Zorn besinge, Göttin, des Achilles, des Peleussohns …“ Dieser erste Satz der schriftlichen Überlieferung Europas, aus der Ilias, handelt vom Zorn. In alten Zeiten galt der Zorn als Unheil bringend, doch brachte er Helden hervor. Im ersten Testament gab es noch Propheten, die, von „heiligem Zorn“ ergriffen, ihren wankelmütigen Mitmenschen zeigten, welcher Gott ihr Herr ist. Mittlerweile ist den Menschen der Zorn abhanden gekommen – viele Gründe ließen sich aufzählen. Oder schlummert er nur und wartet auf seinen Augenblick? Mit den jungen Männern in radikalislamischen Gruppen rollt spätestens seit dem 11.September 2001 eine riesige Zornwelle auf die westliche Welt zu. Der Philosoph Peter Sloterdijk hat ein höchst aktuelles und politisches brisantes Buch über den Zorn geschrieben. Es soll Ausgangspunkt unseres Seminars sein.

Für Jugendliche, Haupt- und Ehrenamtliche der Jugendbildung
Datum: 22. Februar bis 24. Februar 2008
Tagungsleitung: Dorothea Höck
  Programm 
Lebenskönnerschaft
Ein Philosophie-Projekt mit der Jenaplan-Schule Jena
„Leben willst du? Kannst du das denn?“ Der antike Philosoph Seneca stellt mit diesen Worten das Selbstverständliche in Frage. Wir müssen Entscheidungen treffen, Widersprüche aushalten, unsere eigene Antwort auf die Frage nach geglücktem Leben finden. Darüber werden wir mit Jugendlichen philosophieren.
Datum: 03. September bis 07. September 2007
Tagungsleitung: Dorothea Höck
Leben in Beziehungen
Ein Philosophie-Projekt mit dem Staatlichen Berufsschulzentrum Ilmenau
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“, mahnt der Fuchs den kleinen Prinzen im gleichnamigen Buch von Saint-Exupéry. Das allein lieferte Gesprächsstoff für ein ganzes Seminar. Dazu soll es noch um Liebe, Eros, Freundschaft, Blues & Trouble in Beziehungen gehen – wir philosophieren mit Jugendlichen über die Themen, die sie am meisten bewegen.
Datum: 09. Juli bis 11. Juli 2007
Tagungsleitung: Jürgen Reifarth
Philosophische Übungen zum guten Leben
Eine Einführung in praktisches Philosophieren

Die "Sorge um sich", das ernsthafte Bemühen um ein gutes, gelingendes Leben, hat seine Wurzeln in der antiken Philosophie, insbesondere bei den Stoikern und Epikureern. Wir machen uns mit den Grundideen dieser Philosophien der Lebenskönnerschaft vertraut, auch mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zu christlichen Vorstellungen. Schließlich wollen wir einige der von den antiken Philosophen empfohlenen Übungen im Seminar praktizieren, als Grundlegung für das eigene Üben im Alltag.

Datum: 01. Juni bis 03. Juni 2007
Tagungsleitung: Dorothea Höck
  Programm 
Zwei platonische Dialoge über die Liebe: Symposion und Phaidros
Vergegenwärtigung eines Klassikers - Ein Seminar mit Gerd B. Achenbach
Das „Symposion“, Platons Meister-Dialog, ist subtil und hintergründig aufgebaut. Dabei folgt alles den Gesetzen einer klugen Komposition: Athens berühmteste Philosophen sind aufgefordert, im Rahmen eines Festgelages Reden auf Eros und Liebe zu halten.

Wohl das berühmteste Stück ist der Jux, den sich Platon mit dem Mythos des Aristophanes vom Kugelmenschen macht. Wir freuen uns darauf, ihn zu aktualisieren: Eros als „träumerische Regression”.
Datum: 16. Dezember bis 18. Dezember 2005
Tagungsleitung: Dorothea Höck
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Kontakt und Information
Anmeldung und Organisation

Evangelische Akademie Thüringen
Petra Diemar
Zinzendorfhaus
99192 Neudietendorf
Tel.: 036202 - 984-13
diemar@ev-akademie-thueringen.de


Beratung bei inhaltlichen Fragen

philoSOPHIA e.V.
Carsten Passin
Heidestrasse 29
06773 Rotta OT Gniest
Tel.: 034921 60323
philoBUERO@philoPAGE.de


Weitere Informationen
auch über die Website von philoSOPHIA e.V.
http://www.philopage.de/cont/denkwege.asp
    
       
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