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Denkwege und DDR-Geschichts-Projekt mit Schulen
Kooperationsvereinbarung der Akademie mit dem Kultusministerium unterzeichnet
Markert, Höck, Kindervater, Haspel, Reifarth
Haben zusammen an der Kooperationsvereinbarung gearbeitet: Hannelore Markert (Kultusministerium), Dorothea Höck (Jugendbildung, Akademie), Christina Kindervater (Abteilungsleiterin, Kultusministerium), Michael Haspel (Akademiedirektor), Jürgen Reifarth (Jugendbildung, Akademie)


Gemeinsame Pressemitteilung des Thüringer Kultusministeriums und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen

Kooperation in politischer Jugendbildung
Kultusministerium und Evangelische Akademie unterzeichneten Vereinbarung

Am 11. Mai 2007 wurde erstmalig eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen dem Thüringer Kultusministerium und der Evangelischen Akademie Thüringen unterzeichnet. Inhaltliche Schwerpunkte sind Demokratieerziehung und Grundwerteorientierung. Beide brauchen, so die Präambel der Vereinbarung, „Philosophieren als Orientierungshilfe in einer sich wandelnden Welt genau so wie die Auseinandersetzung mit der Geschichte“. Konkrete Angebote der Akademie sind die philosophischen Projekttage „Denkwege“, mit welchen Schülerinnen und Schüler ermutigt und befähigt werden, über ethische, politische, kulturelle und allgemeine Themen zu philosophieren. Darüber hinaus bietet die Akademie den Thüringer Schulen Projekttage zur DDR-Geschichte an. Hier geht es jenseits von Ostalgie oder pauschaler Systemkritik um eine differenzierte, kritische historische Aufarbeitung von Alltagserfahrungen zwischen Anpassung und Widerstand.

Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel sieht in dieser Kooperation ein sinnvolles und tragfähiges Modell für unterrichtsbegleitende Projekte: „Wir können hier auf jahrelange Arbeitserfahrungen der Evangelischen Akademie Thüringen zurückgreifen und nutzen dieses Know-how, um auf bestimmte Themen fächerübergreifend noch intensiver eingehen zu können. Dazu brauchen junge Menschen verstärkt Motivation und Anleitung, um sich mit sich selbst und jüngster Geschichte auseinander zu setzen. Ich sehe in dieser historischen Projektarbeit wichtige Angebote für den Unterricht in Geschichte und Sozialkunde, Politik, Ethik, Religion und Literatur.“

Mit der Vereinbarung wird die bestehende Kooperation auf Dauer angelegt: „Heutige Schulabgänger haben die DDR-Vergangenheit nicht mehr selbst erlebt. Deshalb sind Informationen und kritische Auseinandersetzungen mit der jüngsten deutschen Geschichte an den Schulen unerlässlich. Unser gemeinsames Engagement ist hier ein Modellfall für die Zusammenarbeit der Schulen mit außerschulischer Bildung in Thüringen“, so Dr. Michael Haspel, Direktor der Evangelischen Akademie.

Über die konkreten Angebote der Evangelischen Akademie Thüringen für Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 9 werden die Staatlichen Schulämter sowie die Regelschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen durch das Kultusministerium informiert.

Michael Haspel, Christina Kindervater
Akademiedirektor Dr. Michael Haspel und Dr. Christina Kindervater, Abteilungsleiterin im Kultusministerium, mit der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung

Die Kooperationsvereinbarung als pdf-Datei

Zur Seite des Thüringer Kultusministeriums
http://www.thueringen.de/de/tkm/
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