Schnibbeln, Schnitzen, Schnacken – unser Osterferienworkshop zu nachhaltigem Leben

Was verbirgt sich denn alles im Wald? Foto: © Müller/EAT 
Die spannende Umgebung lädt zum gemeinsamen Erkunden ein. © Müller/EAT
Was stammt eigentlich alles aus der Natur? Mit diesen Worten startete in der vergangenen Woche unser Osterferienprogramm. An fünf Tagen gingen die teilnehmenden Kinder dieser und weiteren Fragen zu unserer Umwelt auf die Spur.
Am Montag ging es direkt raus in die Natur. Lebensräume wurden erforscht, es wurde gelernt, dass vermeintlich abgestorbene Baumstämme nicht weggeräumt werden, da sie mehr Lebewesen beherbergen als noch zu Lebzeiten des Baumes, und es wurde geschaut, wie lange eine Bananenschale liegen bleiben würde, wenn man sie einfach in den Wald wirft.
So wurde schnell klar, welche Verantwortung wir als Menschen für unsere Umgebung haben und wie wichtig es ist, ressourcenschonend und bewusst mit ihr umzugehen. Was man selbst dabei tun kann, konnten die Kinder am Dienstag in Minecraft ausprobieren. Inspiriert von einem Input zu nachhaltigem Häuserbau entstanden Tiny-Häuser, begrünte Dächer, wiederverwertbare Steine und sogar Häuser aus dafür gezüchteten Pilzen.
Am Mittwoch drehte sich dann alles ums Tierwohl. Neben der Frage, woher unser Fleisch kommt, ging es vor allem um das Thema Zoos. Erneut in Minecraft entstanden große Flächen mit Rückzugsräumen, Beschäftigungsmöglichkeiten und einer angepassten Landschaft für jede Tierart. Denn wie unterschiedlich die Bedürfnisse der einzelnen Tiere sind, zeigte sich spätestens, wenn man mal keine Kuh, sondern einen Delfin, Zombie oder sogar den Warden, einen der Endgegner des Spiels, einsperren wollte.
Auch Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: gemeinsam haben wir auf dem Weg zur Wartburg Müll im Wald eingesammelt und anschließend gelernt, wie und warum Müll getrennt werden soll. Aus manchem vermeintlichen Müll wurden neue Schätze gebastelt, wie Tetrapak-Portemonnaies oder auch Haar-Scrunchies.
Am Freitag drehte sich der Workshop um regionales Essen: Der Tag startete mit einem regionalen Frühstück mit Eierkuchen, Löwenzahn-Sirup, Kräuterquark und Schnittlauch. Beim Kochen von Rhabarbermarmelade konnte man lernen, wie Lebensmittel lecker haltbar gemacht werden. Zum Abschluss gab es noch die Möglichkeit, kleine Pflanzkästen aus Holz und Tetrapaks zu bauen und diese mit Erde sowie Gemüse- und Kräutersamen zu bepflanzen.
Das kommende Ferienprogramm im Herbst wird sich mit dem Thema Selbstwahrnehmung und gesellschaftlichen Rollen auseinandersetzen.