Evangelische Akademie Thüringen

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Selbständige sind reich und privat versichert. Oder?

  • Viele Gesprächspartner auf engem Raum: In Berlin sprach der Bundesausschuss mit Experten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Gewerkschaft ver.di und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Foto: © Holger Lemme
    Viele Gesprächspartner auf engem Raum: In Berlin sprach der Bundesausschuss mit Experten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Gewerkschaft ver.di und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Foto: © Holger Lemme
  •    Der KDA-Bundesausschuss „Erwerbslosigkeit, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik“ traf sich in Berlin mit Vertretern des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zum Gespräch. Foto: © Holger Lemme
    Der KDA-Bundesausschuss „Erwerbslosigkeit, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik“ traf sich in Berlin mit Vertretern des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zum Gespräch. Foto: © Holger Lemme

Sicher, es gibt viele Selbständige, die sehr erfolgreich arbeiten. Aber gerade im Bereich der Soloselbständigkeit, also bei selbständig Tätigen ohne Angestellte, sind durchaus prekäre Situationen zu verzeichnen. Und diese Zahl ist nicht klein: Knapp 20 Prozent der Soloselbständigen haben weder eine gesetzliche noch eine private Altersvorsorge und ein nur überschaubares Vermögen (siehe DIW-Wochenbericht 45/2016). Denen fällt es anscheinend nicht nur schwer, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sondern auch, in die Versicherungssysteme einzuzahlen. Wodurch sie langfristig auf Sozialleistungen angewiesen sein könnten.

Es gilt, genau hinzusehen. Der KDA-Bundesausschuss „Erwerbslosigkeit, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik“ befasst sich derzeit mit prekärer Selbständigkeit. Daher standen Fragen nach guten Strukturen für Soloselbständige bei der sozialen Absicherung oder bei möglichen Organisationsformen im Mittelpunkt der diesjährigen Frühjahrskonferenz in Berlin. Die Ausschussmitglieder führten Gespräche u.a. im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Zentralverband des Handwerks und beim Referat Selbständige beim Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di.