Evangelische Akademie Thüringen

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Wiedergewählt: Dr. Sebastian Kranich als Vorsitzender der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte

Der „Kaltwassersche Saal“ im Tivoli Gotha. Foto: Sebastian Kranich
Der „Kaltwassersche Saal“ im Tivoli Gotha. Foto: Sebastian Kranich

Im Tivoli Gotha traf sich die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte am 18. Oktober zu einem Studientag „Evangelische Kirche und Sozialdemokratie“. Anlass war die 150. Wiederkehr des Vereinigungsparteitages des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) an diesem Ort.

Auf dem Programm standen Vorträge zum Verhältnis von deutscher Sozialdemokratie und Protestantismus im Kaiserreich, zur öffentlichen Auseinandersetzung um den Religionsunterricht im 19. Jahrhundert sowie über Erich Hertzsch als religiösen Sozialisten und Pfarrer im Übergang der Diktaturen.
In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde ein neuer, siebenköpfiger Vorstand der Gesellschaft gewählt. Bestätigt wurden als Vorsitzender Dr. Sebastian Kranich (Direktor der Evangelischen Akademie Thüringen) und als stellvertretende Vorsitzende Christina Neuß (Leiterin des Landeskirchenarchivs der Ev. Kirche in Mitteldeutschland).

Verbunden mit seinem Dank für die erneute Wahl sagte Dr. Sebastian Kranich: „Ich freue mich über die kontinuierliche Arbeit unserer Gesellschaft und das anhaltende Interesse an der Erforschung der Kirchengeschichte Thüringens. Beides ist für die Identität der mitteldeutschen Landeskirche und unseres Bundeslandes von hohem Wert.“ Erfreulich sei vor allem, dass in den letzten Jahren vermehrt jüngere Mitglieder gewonnen werden konnten.

Die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte wurde 1929 gegründet. Sie hat die Aufgabe, die Kirchengeschichte Thüringens, die seiner einstigen Territorien und der mit Thüringen historisch verbundenen Landschaften zu erforschen. Sie fördert eine solche Forschung und macht die Ergebnisse für Kirche, Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit nutzbar.