Evangelische Akademie Thüringen

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"Weimar und die Reformation" © EVA
"Weimar und die Reformation" © EVA

24. März 2017
Leipzig

Akademie auf der Buchmesse: Weimar und die Reformation

Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen in die Moderne

Buchpräsentation

Unter dem Stichwort "Vernetzte Reformation" präsentiert die Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgewählte (Buch)projekte zur Reformationsforschung auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig.

Am Freitag, dem 24. März 2017 wird in diesem Zusammenhang von 16.00 bis 16.30 Uhr in der Halle 3, Stand G 200 der Leipziger Messe das Buch "Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen in die Moderne" vorgestellt. Dazu sprechen die Herausgeber Prof. Dr. Christopher Spehr vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Akademiedirektor Prof. Dr. Michael Haspel.

Inhalt des Buches:

Am 24. Oktober 1522 hielt Martin Luther in der Schlosskirche zu Weimar zwei bedeutende Predigten, aus denen er später seine Obrigkeitslehre formulierte. Darin definierte er das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Macht neu, indem er den Verzicht der Kirche auf weltliche Machtmittel forderte und so einen eigenständigen Bereich des Politischen möglich machte. Die Publikation analysiert die in Weimar entstandene Obrigkeitslehre und zeichnet ihre Impulse für die Vergangenheit bis in die Gegenwart nach. Mit seinen Predigten aus dem Jahr 1522 hat Martin Luther einen wichtigen theologischen Impuls gesetzt und die Reformen des Landesherrn in Weimar und die Reformation des 16. Jahrhunderts gesellschaftlich, staats- und sozialpolitisch geprägt. Die Wirkungen von Luthers Obrigkeitslehre finden nicht nur Gestalt im dort früh entwickelten Landeskirchentum, sondern auch in der Übernahme von Verantwortung für Bildung, Wohlfahrt und Armenfürsorge, indem z. B.die Kirchengüter von der weltlichen Obrigkeit übernommen und zugleich für die Unterhaltung der Kirchen, der Schulen und der Wohlfahrtseinrichtungen gewidmet werden. Wurzeln eines geordneten staatlich-gesellschaftlich verantworteten Bildungs- und Sozialsystems können hier verortet werden.

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