Evangelische Akademie Thüringen

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Grenzenlos spielen – Gamebased Learning in der politischen Bildung

  • Zum Mitspielen: Im Escape Game "General Solutions" der et geht es um Big Data und Machtfragen in der digitalisierten Gesellschaft. Foto: © Ev. Trägergruppe
    Zum Mitspielen: Im Escape Game "General Solutions" der et geht es um Big Data und Machtfragen in der digitalisierten Gesellschaft. Foto: © Ev. Trägergruppe
  • Viele Spiele wurden vorgestellt. Die Tagung selbst war allerdings auch spielerisch gestaltet und jede:r konnte im Laufe der zwei Tage ein eigenes "Questbuch" füllen. Foto: © Schreiter/EAT
    Viele Spiele wurden vorgestellt. Die Tagung selbst war allerdings auch spielerisch gestaltet und jede:r konnte im Laufe der zwei Tage ein eigenes "Questbuch" füllen. Foto: © Schreiter/EAT

Bei der Fachtagung „Ready to pair… Spiele in der politischen Medienbildung“ der Ev. Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) trafen sich in dieser Woche Akteure aus politischer Bildung, Spieleentwicklung und Medienbildung um Spielansätze kennenzulernen, zu spielen und gemeinsam weiterzudenken. Zentral waren die Themen Spielentwicklung, Reflexion und Transfer. Die EAT war gleich mit drei Mitarbeitenden vor Ort und konnte Einiges beitragen.

Das Akademie-Team stellte das DDR-Spiel „Allersleben“ vor und Dr. Annika Schreiter brachte in einem Fachforum die Erfahrungen aus der Bildungspraxis der Akademie zum Thema Reflexion ein. Außer vielen spannenden neuen Spielen nahm die Thüringer Delegation vor allem die folgenden drei Erkenntnisse mit:

  • Es gibt eigentlich kein Thema, das nicht auch spielbasiert bearbeitet werden kann. Entscheidend sind der achtsame Blick auf Thema und Zielgruppe beim Gamedesign und die pädagogische Einbettung bei der Umsetzung.
  • In der Entwicklung von Spielen für die politische Jugendbildung möchte man ein Spiel entwickeln, dass an die Lebenswelt der Zielgruppe – also junger Menschen – anschließt. Gleichzeitig muss es aber Multiplikator:innen und Fördermittelgebern schmackhaft gemacht werden – das zusammenzubringen kann ganz schön schwierig sein.
  • Reflexion begleitet jedes Spielerlebnis und schließt nicht nur daran an. Es ist also ratsam, schon im Spiel ganz bewusst Reflexionsangebote zu schaffen, die Spielenden helfen, die Erfahrungen einzusortieren.

Die Tagung war übrigens verbunden mit dem Launch des Serious Game „Mission Ganymed“, das in der et in den vergangenen Jahren entwickelt wurde. Darin lernen Jugendliche, woran sie Verschwörungserzählungen erkennen und reflektieren, wie sie mit Menschen in ihrem sozialen Umfeld umgehen können, die solchen Erzählungen glauben.