Evangelische Akademie Thüringen

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Offener Umgang mit der (Un-)Endlichkeit

Schneeglöckchen bei der Morgenandacht im Raum der Stille | Foto S.Kranich/EAT
Schneeglöckchen bei der Morgenandacht im Raum der Stille | Foto S.Kranich/EAT

Wer bin ich? Woher komme ich? Warum bin ich hier? Nach dem Kaffeetrinken, zu Beginn der Tagung „Mein Umgang mit der (Un-)Endlichkeit“ , stellten sich die Teilnehmenden aus Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen einander erst einmal vor: Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen beruflichen Hintergründen und je eigenen Erfahrungen mit Sterben und Tod.

Diese Erfahrungen und die wissenschaftliche Studie „Vom Umgang mit der Todesangst“ bildeten den Ausgangspunkt für ein offenes und intensives Gruppengespräch. Den ersten halben Tag lang standen eben jene Erfahrungen im Mittelpunkt. Darüberhinausgehend kreiste der zweite halbe Tag um heutige Vorstellungen vom Leben nach dem Tod – und vor allem um die eigenen Bilder über den Tod hinaus.

Diese wurden sogar gemalt – mit Wachsmalstiften auf große weiße Blätter. Viele der Zeichnungen gerieten recht bunt, viele warme Farben waren zu sehen, viel leuchtendes Gelb, kaum Schwarz. Drei Blätter blieben leer, doch es wurde erzählt, was darauf zu sehen wäre.

Ein Teilnehmer definierte exakt zwei Alternativen für das Danach. Entweder: Die biochemischen Prozesse im Körper enden und damit kommt nach dem Tod nichts. Oder: „Es kommt etwas ganz Anderes. Und darauf freue ich mich.“ Andere sprachen von ihrem Eingehen in ein großes Ganzes, von der Hoffnung, dort willkommen geheißen zu werden.

Still begleitete ein Sträußchen Schneeglöckchen die Tagung; gepflückt auf dem Gottesacker der Brüdergemeine Neudietendorf – als Zeichen der Hoffnung.