Augustinerfilm: „Dokumentation einer Seenotrettung“

Dokumentationsfilm der Seenotrettung. Foto: © Metzdorf/ EAT 
Regisseur Jonathan Schörnig und Co-Regisseur Adrian Then teilen ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Foto: © Metzdorf/ EAT
Veranstaltungsrückblick von Cedric Metzdorf (FSJler der EAT)
Immer mehr Menschen flüchten aus ihrer Heimat wegen Krieg, Gewalt oder politischer Verfolgung. Unteranderem aber auch wegen Naturkatastrophen, welche Armut und Hunger zur Folge haben können. Viele dieser Menschen fliehen dabei über den Seeweg mit meist viel zu kleinen Booten für zu viele Menschen. Aus diesem Grund kommt es sehr oft dazu, dass diese kleinen Boote mitten auf dem Meer kaputt gehen und die Menschen komplett hilflos ihrem eigentlich sicheren Tod ausgesetzt sind. Zum Glück gibt es immer wieder Such- und Rettungsaktionen, die aber meist auch sehr gefährlich für die Retter selbst sind.
Solch eine Seenotrettung wurde am 18.11.2024 im Augustinerkloster, in Form eines 93-minütigen Dokumentationfilms mit dem Namen „Einhundertvier“ gezeigt. Der Film war nicht wie eine klassische Dokumentation, mit einem geschnittenen Video und einem Sprecher, aufgebaut. Er zeigte bis zu sechs verschiedene Perspektiven der Rettung gleichzeitig und hatte keinen Erzähler, sondern nur den realen Ton der Rettung. Durch diese spezielle Variante der Dokumentation ist es dem Regisseur Jonathan Schörnig und dem Co-Regisseur Adrian Then sehr gut gelungen, dass sich Zuschauer die Situation sehr gut vorstellen können und die Gefühle der Geflüchteten aber auch die des Rettungsteams erleben oder sich in diese hineinzuversetzen.
Im Anschluss an den Film gab es eine spannende Fragerunde mit beiden Regisseuren, welche von ihren Intensionen mit diesem Film und von weiteren Hintergrund Geschichten erzählten. Des Weiteren erklärte der Regisseur Jonathan Schörnig, der bei der Rettung geholfen und gefilmt hat, welche Sorgen und Ängste er hatte und wie die Zustände bei, aber auch nach der Rettung auf dem Boot für alle Anwesenden waren.
Insgesamt konnte man sich durch diese Veranstaltung und den Film eine Seenotrettung sehr gut vorstellen und konnte verstehen, dass die geflüchteten Menschen durch Angst getrieben eine neue Heimat suchen, in der sie keine Angst vor Verfolgung, Armut und Hunger haben müssen.