Bilder malen. Vom Tod und dem Leben danach

Mein Bild über den Tod hinaus, gemalt von einer Teilnehmerin bei der Tagung. Foto (c): Kranich/ EAT. 
Schneeglöckchen schmückten den Altar bei den Andachten. Foto (c): Kranich/ EAT.
Dieses Thema kennt keine Himmelsrichtung und kein Alter. Von zwei Studentinnen Anfang 20 bis hin zum 90-jährigen Senior reichte die Alterspanne bei der ausgebuchten Tagung „Mein Umgang mit der (Un-)Endlichkeit. Angst- und Hoffnungsbilder im Gespräch“. Gekommen waren ebenso viele Männer wie Frauen, die Hälfte der Teilnehmenden war im Osten, die andere Hälfte im Westen Deutschlands gebürtig.
Unter der Leitung von Akademiedirektor Dr. Sebastian Kranich und Pfarrerin Dorothee Herfurth-Rogge (Supervisorin und klinische Seelsorgerin) ging es um den zeitgenössischen Umgang mit Sterben und Tod sowie um heutige Vorstellungen vom Leben nach dem Tod. Schon nach den wissenschaftlich fundierten Vortragsteilen wurde sehr persönlich diskutiert.
Noch offener verlief das Gespräch in den zwei Gruppen über die individuellen Erfahrungen mit dem Tod sowie die eigenen Bilder über den Tod hinaus. Alle Teilnehmenden waren bereit, ein solches Bild zu malen. So entstanden große Blätter in unterschiedlichen Farben und Formen: teils abstrakt und symbolisch, teils konkret und lebensgeschichtlich verankert.
Am Ende der Tagung war Dankbarkeit das vorherrschende Gefühl. Dankbarkeit für die Offenheit und wechselseitige Wertschätzung. Oder wie es eine Teilnehmerin in der Schlussrunde zusammenfasste: Ich konnte mich hier öffnen. Zugleich hatte ich immer die Kontrolle darüber, wie weit ich dabei gehen möchte.