Evangelische Akademie Thüringen

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Nachhaltige Wirtschaft in Neudietendorf

  • Thüringer Nachhaltigkeitsforum 2026 im Zinzendorfhaus: Hotspot der Wirtschaft, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Thüringer Nachhaltigkeitsforum 2026 im Zinzendorfhaus: Hotspot der Wirtschaft, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat. Foto: (c) Fehlberg/EAT
  • Der Chorsaal in Neudietendorf war gut gefüllt. Bis zu 150 Personen nahmen an der Fachtagung mit Diskussionen, Workshops und Infoständen teil. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Der Chorsaal in Neudietendorf war gut gefüllt. Bis zu 150 Personen nahmen an der Fachtagung mit Diskussionen, Workshops und Infoständen teil. Foto: (c) Fehlberg/EAT
  • Die Mit-Gastgeberin Evangelische Akademie vertritt im Studienbereich Arbeit und Wirtschaft einen sozialökonomisch-ökologischen Schwerpunkt. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Die Mit-Gastgeberin Evangelische Akademie vertritt im Studienbereich Arbeit und Wirtschaft einen sozialökonomisch-ökologischen Schwerpunkt. Foto: (c) Fehlberg/EAT
  • Die Landwirtschaft als Hauptakteurin nachhaltigen Wirtschaftens bleibt ein großes Thema. Infostände im Zinzendorfhaus boten Informationen und luden zu Gesprächen ein. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Die Landwirtschaft als Hauptakteurin nachhaltigen Wirtschaftens bleibt ein großes Thema. Infostände im Zinzendorfhaus boten Informationen und luden zu Gesprächen ein. Foto: (c) Fehlberg/EAT
  • Anja Lindholm-Eriksen, Klimamanagerin der EKM, erläutert im Workshop "Betrieb Kirche" die Fortschritte des Integrierten Klimaschutzkonzepts der Ev. Kirche in Mitteldeutschland. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Anja Lindholm-Eriksen, Klimamanagerin der EKM, erläutert im Workshop "Betrieb Kirche" die Fortschritte des Integrierten Klimaschutzkonzepts der Ev. Kirche in Mitteldeutschland. Foto: (c) Fehlberg/EAT
  • Das Wetter meinte es gut: In der Mittagspause wurden die Möglichkeiten des Essens auf den Terassen und das grüne Gartengelände des Zinzendorfhauses weidlich genutzt. Foto: (c) Fehlberg/EAT
    Das Wetter meinte es gut: In der Mittagspause wurden die Möglichkeiten des Essens auf den Terassen und das grüne Gartengelände des Zinzendorfhauses weidlich genutzt. Foto: (c) Fehlberg/EAT

Hoffnung ist nicht mit Optimismus zu verwechseln, wie es die katholische Theologin Magdalena Kiess neulich erst im Wort zum Sonntag auf den Punkt brachte. Zum Thüringer Nachhaltigkeitsforum am 29. Oktober 2026 kam allerdings beides zusammen: das trotzige und zuversichtliche Anarbeiten gegen Widerstände genauso wie die erfahrbare und damit greifbare Machbarkeit im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Tun.

Zum ersten Mal fand die jährliche Tagung im Zinzendorfhaus Neudietendorf statt. In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Thüringen (EAT) und Zukunftsfähiges Thüringen e.V. samt Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begrüßten das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, der Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat sowie das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) an die 150 Vertreterinnen aus Institutionen in Staat, Unternehmen und Zivilgesellschaft.

NAT-Urkunde in Gold: Auszeichnung von zehn Mitgliedsunternehmen

Themenschwerpunkt waren Handlungsansätze in Kommunen und Unternehmen, was von politischen Maßnahmen über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu Fragen des konkreten betrieblichen Umweltmanagements reichte. Das NAT nutzte die Gelegenheit, um zehn Unternehmerinnen und Unternehmer für ihre betrieblichen Leistungen auszuzeichnen.

Zu Gast auf dem Podium waren etwa Umweltminister Tilo Kummer, Direktor Sebastian Kranich (EAT), Beate Seidel (Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat), Michael Behr (u.a. Friedrich-Schiller-Universität Jena), Matthias Gather (Fachhochschule Erfurt) und Stefan Lobenstein (Präsident Handwerkskammer Erfurt). Zahlreiche weitere Fachreferent:innen verliehen dem Forum eine Atmosphäre des Vernetzens und Anpackens: Wenn das gute Essen und das bodenständige Ambiente in Neudietendorf auf sehr viel Sympathie traf und zum Wohlfühlen einlud – die Teilnehmenden waren (auch) zum Arbeiten gekommen.

„Tagen. Sie. Nachhaltig!“ – Zinzendorfhaus als Aushängeschild

Schließlich war der Veranstaltungsort selbst Programm: Zertifiziert mit dem „Grünen Hahn“ im Umweltmanagement und als Teil des Evangelischen Zentrums Neudietendorf sowie nicht zuletzt als Gold-Mitglied des NAT hat sich das Zinzendorfhaus einmal mehr als würdiger Tagungsort erwiesen.

In einem der sieben Nachmittagsworkshops stellte der „Betrieb Kirche“ seine Anstrengungen und Fortschritte ins Schaufenster, wobei Klimaschutzmanagerin Anja Lindholm-Eriksen den Stand des Integrierten Klimaschutzkonzepts der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) vorstellte und das lokale Umweltteam mit Claudia Brand (Leiterin Medienzentrum der EKM) und Dirk Buchmann (Fundraising-Beauftragter der EKM) das beispielhafte Umweltmanagement der lokalen Einrichtungen mit einem Rundgang plastisch machte.

Ökonomie oder Ökologie? Keine Entweder-Oder-Frage!

Wenn sich ein Gedanke durch die Arbeits- und Diskussionsrunden des Nachhaltigkeitsforums durchzog, dann war es derjenige einer dringend notwendigen Integration von Ökonomie und Ökologie. Wenn wir weiter eine gedankliche und „geschäftliche“ Trennung zwischen „der Umwelt“ und „der Wirtschaft“ in unseren Köpfen vollführen, dann verorten wir die Umsetzung des nachhaltigen Wirtschaftens in eine ferne, vielleicht nie erreichbare Zukunft.

Doch die Zeit zu Handeln ist jetzt, und deshalb sollten wir zu unserem eigenen und zu unserer Kinder Nutzen jetzt verstehen, dass erfolgreiches soziales Wirtschaften in der Geschichte nie anders funktioniert hat, als dass es nachhaltig und damit zukunftsfähig ist sowie Mensch und Natur gemeinsam gewidmet sein muss.

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EAT-Studienleiter Frank Fehlberg ist Umweltmanagementbeauftragter des Evangelischen Zentrums Neudietendorf.