Evangelische Akademie Thüringen

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Unsichtbares Theater – sichtbare Dokumentation

Die Dokumentation zum Projekt ist auf YouTube zu sehen. Foto: (c) Schreiter/EAT
Die Dokumentation zum Projekt ist auf YouTube zu sehen. Foto: (c) Schreiter/EAT

Anfang Mai trugen acht Auszubildende im Projekt „Wer die Wahl hat… Unsichtbares Theater im Wahljahr 2024“ ihre Themen in den öffentlichen Raum in Gera. Die Jugendlichen erarbeiteten zwei Szenen zu den Themen Sexismus und Inflation, die im öffentlichen Raum aufgeführt wurden. Zufällige Passant:innen wussten gar nicht, dass sie gerade eine Theaterszene sehen. So waren sie auch nicht in einer zuschauenden Rolle und mussten sich zu den Geschehnissen verhalten. Die Theatralität blieb unsichtbar.

Das Projekt wurde von einem Filmteam begleitet und die Dokumentation ist nun auf YouTube zu sehen. Darin wird der Ursprung des „Unsichtbaren Theaters“ als Teil des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal erklärt, das zu Zeiten der Militärdiktatur in Brasilien entstand. Das Bildungspotenzial liegt bei der Methode zum einen in der intensiven Analyse von Themen und ihren gesellschaftlichen Strukturen bei der Erarbeitung der Szenen – hier Sexismus und Inflation. Zum anderen führt das Spiel im öffentlichen Raum zu einer enormen Selbstwirksamkeitserfahrung für die Teilnehmenden. Weiterhin bietet die Auswertung der Reaktionen auf die Szene eine Möglichkeit, den eigenen Sozialraum zu erforschen. In der filmischen Dokumentation wird dieses Potenzial in Erfahrungsberichten der Teilnehmenden deutlich.

Die Dokumentation ist hier bei YouTube abrufbar.

„Wer die Wahl hat… Unsichtbares Theater im Wahljahr 2024“ ist ein gemeines Projekt mit dem CJD Deutschland. Es wird vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert.