Das Osterfest verspricht einen Neuanfang, denn Jesus Christus ist auferstanden. Auch in der Natur feiern wir mit dem Frühling eine Auferstehung. Nicht nur Flora und Fauna erleben eine Wiedergeburt. Auch für Gemüt und Seele bedeuten die Farben, das Licht, die Wärme und die Düfte eine neue Lebendigkeit.
Wir wünschen Ihnen besinnliche und gesegnete Ostertage!
„Ob jung oder alt – wir sind doch alle Menschen!“, resümiert am Samstagabend, 24. März 2018, eine Teilnehmerin des Generationendialogs „Wir müssen reden!“ im Augustinerkloster Erfurt. Hinter ihr und den gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 16 und 86 Jahren liegt ein Tag voller Diskussionen über Themen rund um den Demografischen Wandel. Dazu eingeladen hatte die Evangelische Akademie zusammen mit der Bürgerstiftung Erfurt, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie labconcepts und bildungscent e.V. aus Berlin.
Es gibt immer weniger junge Menschen in Thüringen und immer mehr alte. Themen gibt es daher genug: Urbanisierung, Digitalisierung, politische Ungerechtigkeit zwischen den Generationen oder Rente und Altersarmut sind nur wenige Stichwörter. An runden Tischen überlegten Jung und Alt gemeinsam, wo die drängendsten Probleme liegen. Im Anschluss wurde daran gearbeitet, was Lösungen sein könnten. Dabei entstanden Ideen für einen generationenübergreifenden Kulturpass, der Kulturveranstaltungen verbilligt, wenn Senioren und Jugendliche sie gemeinsam besuchen, oder für die Gestaltung eines Wohnviertels, in dem sich mehrere Generationen gleichermaßen wohlfühlen und begegnen können. „Ich bin ganz begeistert, dass die jungen Leute sich so für meine Ansichten interessieren“, bemerkt ein Teilnehmer am Ende. Möglichkeiten sich auszutauschen, da sind sich alle einig, müsste es viel häufiger geben.
500 Küchen verlassen jeden Tag das Werk in Burg (bei Magdeburg) – und werden auf die Reise zu den Kunden in Deutschland, aber auch nach Frankreich, Saudi-Arabien und Indien verschickt. Insgesamt 20% der Küchen gehen in den Export. Dabei setzt das Unternehmen auf individuelle Anfertigung nach Kundenwunsch, Automatisierung und Effizienzgewinne durch den Verbund mit Schwesterfirmen in der „Kitchen Family Group“. Delf Baumann, geschäftsführender Gesellschafter, berichtet im Gespräch mit Regionalbischof Christoph Hackbeil, dass die Beschäftigten für ihn der wahre Schlüssel zum Erfolg sind. Im Umgang mit der Belegschaft sind ihm Transparenz, Ehrlichkeit und Offenheit wichtig. Und das Unternehmen investiert, um die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern: in Automatisierungstechnik, aber auch in moderne Büroflächen. Denn um engagierte Fachkräfte zu finden und zu halten, müssen die Rahmenbedingungen stimmen.
Dank der Mitarbeitenden konnten in Burg seit der Übernahme der Firma im Jahr 1991 gewaltige Entwicklungssprünge realisiert werden. Aktuell sind rund 700 Beschäftigte am Standort Burg für das tarifgebundene Unternehmen tätig. In dieser Entwicklung stecke eine Menge „positiver Stress“, betont Martin Schockwitz, Technischer Leiter des Standorts. Die Küche würde als Ort des gemeinsamen Kochens und Essens zum immer wichtigeren Zentrum der häuslichen Gemeinschaft. Daher steige die Nachfrage weiter, und gerade im Exportsegment stecke noch Wachstumspotential. Daher ist die Erfolgsgeschichte in Burg wohl auch noch nicht abgeschlossen: Aktuell verhandelt das Unternehmen mit der Stadt, um Erweiterungsflächen zu erwerben.
2019 wird der 100. Jahrestag der ersten Demokratie in Deutschland sein. Das Jubiläum ist Anlass dafür, die Demokratie- und Menschenrechtsbildung in Thüringen zu stärken. Im Netzwerkprojekt Thüringen 19_19 sollen in Kindertagesstätten, Schulen und der außerschulischen Bildung langfristig wirksame und professionell abgesicherte Formen der Demokratie- und Menschenrechtsbildung mit Bildungspartnern etabliert werden. Thüringen 19_19 wird von rund 30 unterschiedlichen Akteuren und Initiativen aus allen Bildungsbereichen unterstützt, die sich auf Einladung der Evangelischen Akademie Thüringen und der Landeszentrale für Politische Bildung zusammengefunden haben.
Seit diesem Jahr gibt es für dieses Netzwerkvorhaben die nötigen Mittel, um Maßnahmen anzugehen. Dafür suchen wir engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dieses Projekt gestalten und umsetzen. Zu besetzen sind 4 Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (50%) und eine Stelle für die Buchhaltung und Verwaltung des Projekts (75%). Anstellungsträger ist Demokratisch Handeln e.V. Der Dienstort ist Jena.
Der Nutzen von Grenzen ist umstritten – sie können einengen und Freiheit beschneiden, sie können aber auch Schutzräume bieten. Bei der Tagung „Immer! Alles! Jetzt!“ am 8. und 9. März 2018 standen sie im Mittelpunkt des Diskurses um Entgrenzung und Berufseinstieg. Ausgangspunkt war die These, dass die Megatrends Individualisierung und Digitalisierung die Lebensphase der Jugend als auch die Arbeitswelt grundlegend verändern. So hat Prof. Dr. Lothar Böhnisch, Universität Bozen, in seinem Vortrag dargelegt, wie vorteilhaft der Schutzraum der Jugend aus entwicklungspädagogischer Perspektive ist. Gleichwohl wird dieser Schutzraum von grundsätzlich grenzenlosen digitalen Medien ausgehöhlt und damit entgrenzt. Juliane Bublitz und Lukas Bosch berichteten von ihren Erfahrungen in der modernen Arbeitswelt – sie arbeiten in einem Coworking Space und gestalten ihre Arbeit flexibel, um für den gemeinsamen Sohn sorgen zu können: Entgrenzung als Möglichkeit, Beruf und Familie in Einklang zu bringen.
Am zweiten Tag wendeten sich die Tagungsgäste den Bedürfnissen der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern zu. Die Psychologin Prof. Dr. Bärbel Kracke skizzierte anhand von Jugendstudien die veränderten Erwartungen der jungen Leute an das Berufsleben. In den sich anschließenden Diskussionen in Kleingruppen wurden darauf aufbauend die Herausforderungen an die Berufsberatung, die Beschäftigten und die Arbeitgeber herausgearbeitet. Denn mit den Veränderungen in der Gesellschaft sind auch in der Arbeitswelt die Rahmenbedingungen und Grenzen neu zu definieren – und zwar umfassend, und nicht nur in Bezug auf die digitalen Medien!
Arbeit ist anstrengend, aber auch sinnstiftend. Nur dürfe sie nicht zu einer Belastung werden, die die Gesundheit angreift. Darin waren sich die rund 70 Tagungsgäste einig, die sich in der vergangenen Woche zur 5. Arbeitszeitkonferenz in Neudietendorf getroffen hatten. Unter dem Titel „Gesunde Arbeit? Prävention als Kern des betrieblichen Gesundheitsschutzes“ diskutierten Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen, im Gesundheitssektor Tätige und interessierte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, wie Arbeit so gestaltet werden kann, dass sie auch über das gesamte Berufsleben förderlich für die Gesundheit ist.
Die Thüringer Arbeits- und Gesundheitsministerin Heike Werner sieht viel Handlungsbedarf auf dem Feld der Gesundheitsvorsorge und machte deutlich, dass entsprechende Aktivitäten bereits zielgerichtet angegangen würden – von der Landesregierung, aber auch von den Sozialversicherungsträgern und weiteren Partnern. Mit gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Fraktionen im Thüringer Landtag wurde über die Möglichkeiten und Grenzen der Einflussnahme der Landespolitik diskutiert. Einige der Forschungs- und Beratungsprojekte in diesem Feld stellten ihre Arbeit auf der Tagung vor, so z.B. das Netzwerk Gesunde Arbeit, das Modellvorhaben Gesund Arbeiten in Thüringen oder die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V.
Den Tagungsgästen war insbesondere das Kennenlernen von Ansätzen zur betrieblichen Präventionsarbeit als auch der Austausch untereinander wichtig. Denn nur mit dem Wissen und den Erfahrungen unterschiedlicher Akteure lassen sich passgenaue Antworten auf die Herausforderungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen finden. Es wurde deutlich: Arbeits- und Gesundheitsschutz ist kein Kosten-, sondern ein Produktivfaktor, ein Gewinn für alle. Prof. Dr. Heinrich Geissler belegte denn auch, dass der Erhalt der Arbeitsfähigkeit durch Anerkennungskultur, alternsgerechte Berufsverläufe und Prävention psychischer Gefährdungen eine wohldurchdachte Investition ist. Und Manfred Scherbaum von der IG Metall machte deutlich, dass gerade die Arbeitszeit im betrieblichen (Schicht-)Alltag eine äußerst wichtige Stellschraube ist, um Belastungen für die Beschäftigten zu reduzieren. Dazu sei der aktuelle Tarifabschluss mit der Möglichkeit zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Stunden ein „Meilenstein“ auch für die Gesundheit.