Evangelische Akademie Thüringen

Veranstaltungen 2006

03. November 2006
Erfurt

Zwischen Superbody und Potenzverlust

Männer, Körper, Gesundheit, Sexualität - Consultatio zum Welttag des Mannes

Als Mann geboren zu werden ist gesundheitsschädigend. So fassenMännerforscher die Lage zusammen. Männer tragen wesentlich höhereKrankheitsrisiken als Frauen und ihre Krankheiten unterscheiden sichvon den weiblichen. Männer leiden häufiger an Herzinfarkt, Lungenkrebs,Dickdarmkrebs, Krankheiten der Leber und der Atmungsorgane. Bedenklichist auch die Sterblichkeitsrate: Bei Männern zwischen 15 und 65 Jahrenliegt sie mehr als doppelt so hoch wie die der Frauen. Übrigens werdenMänner auch wesentlich häufiger Opfer von Gewalttaten und Unfällen.Kurz: Die gesundheitliche Situation ist in den westlichenIndustriegesellschaften stark vom Geschlecht abhängig.

Gründe dafür gibt es viele: Männer sind hohen Leistungsanforderungenunterworfen, inzwischen bis ins Alter. Sie sollen Arbeit und Familieunter einen Hut bringen und möglichst auch mit 55 noch mobil, flexibelund sportlich sein wie die Jungen. Männer klagen über mehr beruflichenStress, ernähren sich ungesund, bewegen sich wenig, trinken und rauchenviel. Vorsorgeuntersuchungen nehmen sie selten in Anspruch. Sie gehenerst zum Arzt, wenn es nicht mehr anders geht. Deshalb herrscht etwabei Leiden der Prostata oder erektylen Dysfunktionen noch eine hoheDunkelziffer.

Auch für ihre Psyche und Seele tun sie wenig, obwohl sich in Medizinund Psychologie inzwischen spezielle Männerärzte und -therapeuten umderen Themen und Probleme kümmern.

Was ist los mit den Männern? Unsere Consultatio fragt nach.

Jürgen Reifarth / Fachgruppe Jungenarbeit Thüringen


Consultationes
Die Akademie-Reihe "consultationes" nimmt in lockerer Folge Tagesthemenin die Diskussion, versucht Analyse und Problemschärfung mittelskontroverser Diskurse und sucht nach Lösungsansätzen.

Der Welttag des Mannes

Am 3. November 2000 wurde erstmals der Welttag des Mannesausgerufen.  Damit wollten Wiener Männerforscher auf die schlechteGesundheit der Männer und ihren Raubbau an Körper und Psyche hinweisen.

Programm

17.00 Uhr    Mann macht krank
                   Über männliche Gesundheit, Körperbe-
                    wusstsein, Sexualität und Psyche

                    Matthias Stiehler, Deutsche Gesellschaft
                    für Mann und Gesundheit, Dresden

18.00 Uhr    Mann macht Pause
                    und Frau natürlich auch
                    Kaffee, Tee & Gebäck

18.30 Uhr    Mann macht (Gesundheits-)Politik
                   Warum Männer schlecht für sich sorgen

                    Podium
                    Michael Panse, sozialpolitischer
                   Sprecher derCDU-Landtagsfraktion, Erfurt
                   
                    Roland Rosenberg
, Leiter der Geschäfts-
                   einheit Andrologie der JenapharmGmbH
                    und Co. KG, Jena
                   
                   
Matthias Stiehler,  Deutsche Gesellschaft
                    für Mann und Gesundheit, Dresden

                    N.N., Männerarzt, Thüringen
                   

19.30 Uhr    Ende der Veranstaltung